Musikalische Nachlässe und Sammlungen

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Wiki Handschriftensammlung / Nachlässe und Autographen



A

Abert, Johann Joseph (1832-1915)
Als Musiker am Prager Konservatorium ausgebildet, erhielt er 1853 unter Peter Joseph von Lindpaintner ein Engagement als Kontrabassist in der Stuttgarter Hofkapelle. 1867-88 war er in der Nachfolge Lindpaintners, F. W. Kückens und K. Eckerts als Hofkapellmeister in der württembergischen Residenzstadt tätig.
Musikalischer Nachlass, Geschenk um 1970.
Signatur: Cod. mus. II fol. 306 Bestandsverzeichnis
Weitere Kompositionen: HB XVII 34-45, 815, 845, 855, 866, 879, 890, 897 sowie Cod. hist. fol. 1112, 34r-36r
Teilnachlass auch im Deutschen Literaturarchiv Marbach.
Literatur: Hermann Abert: Johann Joseph Abert (1832-1915). Sein Leben und seine Werke. 2., verb. u. erw. Aufl., Nachdr. d. Ausg. Leipzig. Bad Neustadt a. d. Saale, 1983. (Beiträge zur Musikgeschichte der Sudetendeutschen 1).

Auberlen, Daniel David
Signatur: Cod. mus. II fol. 99b.

Auberlen, Georg Daniel (?-1784)
Schulmeister und Organist. Gestorben zu Fellbach am 1. Juli 1784.
Musikalien aus dem Besitz von Georg Daniel Auberlen, Samuel Gottlob Auberlen und Wilhelm Amandus Auberlen, erworben 1907.
Signatur: Cod. mus. II fol. 59.

Auberlen, Nicolaus Ferdinand (1755-1828)
Lehrer und Komponist in Fellbach.
Signatur: Cod. mus. II fol. 99a.

Auberlen, Samuel Gottlob (1758-1829)
Sohn von Georg Daniel Auberlen. Geboren zu Fellbach am 23. November 1758, gestorben am 23. August 1829 in Ulm. Organist und Musikdirektor am Ulmer Münster.
Musikalien aus dem Besitz von Georg Daniel Auberlen, Samuel Gottlob Auberlen und Wilhelm Amandus Auberlen, erworben 1907.
Signatur: Cod. mus. II fol. 60

Auberlen, Wilhelm Amandus (1798-1874)
Oberlehrer in Fellbach.
Musikalien, erworben im August 1919.
Signatur: Cod. mus. II fol. 99c

B

Bergmann (Familie)
Signatur: Cod. hist. qt. 805

Bertram, Hans Georg (1936-2013)

Komponist, Organist
Signatur: Cod. hist. qt. 818

Bibus, Ludwig (1905-1997)
Stuttgarter Komponist.
Musikalischer Nachlass, Geschenk im Juni 1991; Teile aus dem privaten Nachlass, Nachtrag).
Signatur: Cod. mus. II fol. 322; Cod. mus. II fol. 322a.

Bleyle, Karl (1880-1969)
Er studierte 1894-97 bei Hugo Wehrle und Samuel de Lange in Stuttgart, 1904-07 bei Ludwig Thuille, München. Seit 1923 in Stuttgart als Komponist tätig. "Als Komponist ist Bleyle ein Musiker von unbeirrbarer Gesundheit u. süddeutscher Frische, aller Experimentiersucht ziemlich abgeneigt" (A. Einstein: Das neue Musiklexikon, 1926, S. 58).
Signatur: Cod. mus. II fol. 291-293.

Bornefeld, Helmut (1906-1990)
Organist und Kantor in Heidenheim/Brenz, Komponist.
Helmut-Bornefeld-Website
Nachlass noch nicht vollständig, teilweise verzeichnet, s. aktuelle Nachlasserschließung
Signatur: Cod. mus. II fol. 342, Cod. hist. qt. 758
Weiteres Material: Cod. mus. II fol. 307 Kaps.

D

Dangel, Arthur (1931 - )
Komponist, geb. in Schwäbisch Gmünd. Weitere Informationen über ihn im Munzinger-Archiv (Suche Personen)
Kompositorischer Vorlass, noch nicht erschlossen
Signatur: NL mus. 101

Doppler, Arpad (1857-1927)
Sohn von Karl Doppler, Lehrer am Konservatorium in Stuttgart und langjähriger Dirigent des dortigen Opernchores.
Musikalien, Verzeichnung s. Musikhandschriften-Datenbank
Signatur: Cod. mus. II fol. 357

Doppler, Franz (1821-1883)
Musikdirektor am Theater an der Wien, dann Ballettdirektor und erster Flötist der Hofoper in Wien, Bruder von Karl Doppler.
Musikalien, Verzeichnung s. Musikhandschriften-Datenbank
Signatur: Cod. mus. II fol. 357

Doppler, Karl (1825-1900)
Hofkapellmeister am Stuttgarter Hoftheater und Flötenvirtuose. Musikalien, Verzeichnung s. Musikhandschriften-Datenbank
Signatur: Cod. mus. II fol. 357

E

Eichhorn, Karl (1879-1929)
Schüler des Stuttgarter Konservatoriums, Vereinsdirigent und Musiklehrer in Stuttgart.
Musikalien vorgeordnet, aber noch nicht verzeichnet.

Eschborn, Georgine Christine Maria Anna (1828-1911)
Tochter von Peter Josef Eschborn, verheiratete Koenneritz, geboren in Mannheim. 1837 war sie mit den Eltern in Amsterdam und sang dort mit ihren Geschwistern Nathalie und Karl in der "Zauberflöte" eine der drei Genien. Sie dürfte nach dem vorhandenen Nachlass wohl die fruchtbarste Komponistin der Familie gewesen sein. Sie schrieb ihre Kompositionen zuerst unter dem Namen Nina Eschborn, später Nina von Koenneritz.
Musikalischer Nachlass, erworben 1974.
Signatur: Cod. mus. II fol. 304
Literatur: Rheinische Musiker. Folge 6. 1969, S. 46-47.

Eschborn, Karl (Charles) (1832-1851)
Sohn von Peter Josef Eschborn, geboren in Mannheim. In den Jahren 1847-49 war er Schüler des Pariser Konservatoriums, wo er zweimal den ersten Preis für Komposition erhielt. 1850 ist er als Kapellmeister in Köln bezeugt. Er war ein ausgezeichneter Klavierspieler. Kurz vor seinem Tod befand er sich aus Gesundheitsgründen bei seinen Eltern in Stuttgart, die sich bei der am dortigen Theater engagierten Tochter Nathalie Eschborn-Frassini aufhielten.
Musikalischer Nachlass, erworben 1974.
Signatur: Cod. mus. II fol. 304
Literatur: Rheinische Musiker. Folge 6. 1969, S. 47.

Eschborn, Peter Josef (1796-1881)
Als Beruf wird angegeben: Tanzlehrer, an anderer Stelle: Rechtskundiger (laut Stadtarchiv Mainz). Er war wahrscheinlich Schüler der 1807 gegründeten Lateinschule in Amorbach. Seit spätestens 1816 war er Schüler des Würzburger Stadtkapellmeisters und Komponisten Friedrich Witt. Seit 1827 ist er als Großherzoglich Badenscher Konzertmeister in der Mannheimer Hofkapelle tätig; 1832 wurde er Kapellmeister. 1842 wurde er als Nachfolger von Conradin Kreutzer Musikdirektor in Köln. 1851-1853 hielt sich Eschborn mit seiner Frau in Stuttgart auf, wo um diese Zeit die Tochter Nathalie engagiert war. 1858-1861 wirkte er als Kapellmeister am Hamburger Stadttheater. Nach seiner Pensionierung lebte er in Würzburg, Heidelberg, Amorbach und schließlich in Coburg, wo er auch verstarb.
Musikalischer Nachlass, erworben 1974.
Signatur: Cod. mus. II fol. 304
Literatur: Rheinische Musiker. Folge 6. 1969, S. 48-50.

F

Faißt, Immanuel (1823-1894)
Direktor des Konservatoriums in Stuttgart, Komponist.
Nachlass vermisst.
Signatur: Cod. mus. II fol. 126 ff.
Weiteres Material:Cod. mus. II fol. 100e, 299 Kaps., 311 Kaps., HB XVII 165

Fröhlich, Willy (1894-1978
Er studierte in Straßburg, Frankfurt am Main und bei Ewald Straesser in Stuttgart. Seit 1925 in Ulm, seit 1928 in Stuttgart als Musiklehrer und Musikschriftsteller tätig.
Musikalien noch nicht verzeichnet.

G

Gross, Paul (1898-1985)
Stuttgarter Komponist. Biographie
Musikalischer Nachlass.
Nachlassverzeichnis (pdf-Datei) LINK noch ergänzen

Groß, Richard (1885-1930)
Studium an der Musikhochschule Stuttgart, Klavierlehrer an der Akademie in Zürich.
Signatur: Cod. hist. qt. 804

H

Haegele, Paul (1894-1977)
Bürgermeister und Organist (ev. Kirche) in Oppelsbohm, Komponist, geboren in Ludwigsburg-Eglosheim, Schüler am Konservatorium Stuttgart (Joseph Haas und Ewald Straesser).
Eine tabellarische Biographie und ein Werkverzeichnis liegen als Typoskript dem Nachlass bei.
Signatur: Cod. mus. II fol.356. Briefe: Cod. hist. qt. 769 Nachlassverzeichnis (pdf-Datei) LINK noch ergänzen

Halm, August Otto (1869-1929)
Er studierte Theologie an der Universität Tübingen, ebenso Komposition bei dem akademischen Musikdirektor Emil Kauffmann; Halm wirkte als Musiklehrer u.a. in Heilbronn und an der Freien Schulgemeinde Wickersdorf bei Saalfeld (Thüringen). Er war der bedeutendste Musiklehrer der musikalischen Jugendbewegung. Als Komponist versuchte er die Prinzipien der Fuge und der Sonate nach dem Vorbild Anton Bruckners zu verschmelzen, blieb jedoch Außenseiter. Weit erfolgreicher und von großem Einfluß war Halm als Musikschriftsteller.
Signatur: Cod. mus. II fol. 255-276 und 278-287, Cod. hist. qt. 775
Nachlasserschließung
Teilnachlass u.a. auch im Deutschen Literaturarchiv Marbach.
Literatur: Lee A. Rothfarb: Musik und Theologie. August Halm am Kreuzungspunkt seines beruflichen und schöpferischen Weges, in: Musik in Baden-Württemberg 3 (1996), S. 115-134.
Lee A. Rothfarb: Zwischen Originalität und Ideologie — Die Musik von August Halm (1869–1929), in: Musik in Baden-Würtemberg 5 (1998), S. 175-199.

Herrmann, Hugo (1896-1967)
Musikpädagoge, Hochschullehrer, Publizist, Komponist. 1935 Direktor der Städtischen Musikschule Trossingen, 1950 Professor.
Signatur: Cod. mus. II fol. 345, Cod.hist.qt. 759
Weiteres Material: Cod. mus. II fol. 294, siehe Nachlasserschließung
Literatur: Reiner Nägele: "Das Führerprinzip muß zum Durchbruch kommen" - Anmerkungen zum „Lebenswerk“ des Komponisten Hugo Herrmann, in: Festschrift Heinrich Deppert, Tutzing 2000, S.163-182.

Huber, Joseph (1837-1886)
1865 Mitglied der Hofkapelle in Stuttgart, Violinist und Komponist.
Der Nachlass wurde 1939-40 in den Bestand der Württembergischen Landesbibliothek aufgenommen. Einige Stücke kamen im Februar 1965 als Geschenk in die Bibliothek.
Signatur: Cod. mus. II fol. 119
Weiteres Material: HB XVII 231, 902
Literatur: Clytus Gottwald: Joseph Huber (1837-1886). Biographie eines Vergessenen, in: Musik in Baden-Württemberg 5 (1998),

J

Jehle, Friedrich Martin (1844 - nach 1937)
Theologe, Hymnologe
Signatur: Cod. hist. qt. 621, Cod. hist. qt. 578

Jörg, Eberhard (1937-2006)
Geboren am 19.5.1937 in Ditzingen, gestorben am 10.1.2006, Kantor in Lorch und Komponist.
Musikalischer Nachlass als Geschenk 2007.
Nachlassverzeichnis (pdf-Datei) LINK noch ergänzen
Literatur: Florian Schäfer: Kirchenmusik der Gegenwart. Eberhard Jörg, sein Leben und Werk, sowie Überlegungen für den Unterricht an der Realschule. Wissenschaftliche Hausarbeit zur Ersten Staatsprüfung für das Lehramt an Realschulen, Pädagogische Hochschule Schwäbisch Gmünd, 1999 (Mss.).

K

Kempff, Wilhelm (1895-1991)
Pianist und Komponist, studierte ab 1906 in Berlin bei H. Barth Klavier und bei R. Kahn Komposition. 1924-29 leitete er die Württembergische Hochschule für Musik in Stuttgart.
Der Nachlass - Noten, Fotografien, ein Zeugnis - wurde im Sommer 2006 der Württembergischen Landesbibliothek übergeben. Er stammt aus dem Besitz von Charlotte (Albertine Johanna) Poerschke, geboren am 3. März 1902 in Stuttgart, gest. 1988 daselbst, einer Schülerin von Kempff aus seiner Stuttgarter Zeit. Die Noten und Fotografien sind, von einer Aufnahme abgesehen, mit handschriftlichen Widmungen an sie versehen.
Signatur: Cod. hist. qt. 801

Knayer, Christian (1876-1932)
Geboren zu Berkheim bei Esslingen (Württemberg). Er studierte zuerst Philosophie und Cameralia in Tübingen, dann Musik am Stuttgarter Konservatorium. Er war mehrere Jahre lang Organist in Florenz; seit 1919 leitete Knayer eine eigene Musikschule in Stuttgart. Er war außerdem als Musikschriftsteller (Musikreferent des "Neuen Tagblatt") und Komponist tätig.
Signatur: Cod. hist. qt. 800

Koch, Matthäus (1862-1933)
Kirchenmusiker. Musikalische Werke, philosophische Arbeiten, Gedichte.
Signatur: Cod. hist. qt. 799

Kocher-Klein, Hilda (1894-1974)
Komponistin (Eintrag in der "International Encyclopedia of Women Composers", 2. Ed.).
Signatur: Cod. hist. qt. 803

König, Christoph (1843-1913)
Schuhmacher und Hymnologe.
Signatur: Cod. hist. qt. 802

Krauss, Ferdinand
Lehrer am Konservatorium in Stuttgart von 1881-87.
Signatur: Cod. mus. II fol. 106, a-d

L

Lang, Josephine (1815-1880)
Schülerin Mendelssohns, Komponistin, verheiratet mit Christ. Reinh. Köstlin in Tübingen.
Musikalischer Nachlass, Geschenk aus dem Jahr 1904.
Signatur: Cod. mus. II fol. 53-57
Weiteres Material: Cod. mus. II fol. 89, 95
Biographie, Bibliographie, Diskographie, Werk- und Bestandsverzeichnis

Lange, Samuel (de) (1840-1911)
Orgelvirtuose und Komponist. Er war Organist in Rotterdam, seit 1893 Stellvertreter, seit 1894 Nachfolger von I. Faißt in der Orgel- und Kontrapunkt-Professur am Stuttgarter Konservatorium, seit 1900 Direktor.
Musikalischer Nachlass, Geschenk aus dem Jahr 1921.
Signatur: Cod. mus. II fol. 103
Weiteres Material: Cod. mus. II fol. 326-332
Literatur: Frits W. Zwart: Samuel de Lange, jr. Rotterdam 1840-Stuttgart 1911. Diss. Utrecht, 1984.

Linder, Gottfried (1842-1918)
Lehrer am Konservatorium in Stuttgart.
Musikalischer Nachlass, Geschenk aus dem Jahr 1918.
Signatur: Cod. mus. II fol. 97-98, 104
Weiteres Material: HB XVII 312-316.
Literatur: Regina Fiebich: Gottfried Linder (1842-1918). Klavierprofessor und Komponist, in: Musik in Baden-Württemberg 7 (2000). S. 155-178.[Werk- und Bestandsverzeichnis]

M

Müller-Berghaus, Carl (1829-1907)
Führer des jüngeren "Müller-Quartetts", später Kapellmeister, lebte seit 1880 in Stuttgart.
Musikalischer Nachlass, Geschenk im März 1924.
Signatur: Cod. mus. II fol. 105

R

Reutter, Hermann (1900-1985)
Komponist, seit 1952 Professor für Komposition an der Staatlichen Hochschule für Musik in Stuttgart, 1956-1966 deren Direktor. Teilnachlass aus dem Besitz von Karl Maria Zwissler:
73 Autographen (Briefe, Postkarten, Portraitfotos). Erworben im Oktober 2002.
Signatur: Cod. hist. qt. 751
I Briefe und Karten von Hermann Reutter an Karl Maria Zwissler:
e.Br. m.U. von 1940 bis 1980, masch. Br. m.U. von 1956 bis 1980, e.Kt. m.U. von 1966 bis 1978, masch. Kt. m.U. von 1973 bis 1974.
II Briefe und Karten an andere Adressaten: masch.Br. (Kop.) an das Städt. Orchester Mainz vom 1.3.1977, Bl. aus dem Programmheft zu "Hamlet" mit hs. Widmung vom 9.12.1980 für Etta Zwissler u. gedr. Besetzungszettel, e.Kt. m.U. an Unbekannt (weibl.), o.D.
III Fotos von Hermann Reutter: 1 Portätfoto 8° mit Widmung und m.U., 1 gerahmtes Porträtfoto 4° mit Widmung und m.U.

Röhmeyer, Theodor (1869-1944)
Signatur: Cod. hist. qt. 788

Ruck, Hermann (1897-1983)
Musikpädagoge und Komponist. Pseudonym Hermann Geyer. Er studierte 1917-1926 am Konservatorium in Stuttgart u.a. bei Hermann Keller (Orgel), Ewald Straesser (Komposition) und Carl Leonhard (Dirigieren). Seit 1923 als Dirigent des evangelischen Kirchenchors Stuttgart-Degerloch tätig, seit 1926 Lehrer für Theorie und Klavier am Stuttgarter Konservatorium.
Nachlass noch nicht verzeichnet.

S

Scherzer, Otto (1821-1886)
1854-60 Organist in München, 1860-77 Musikdirektor in Tübingen. Musikalischer Nachlass, Geschenk 1910.
Signatur: Cod. mus. II fol. 69

Schröter, Oscar (1866-1954)
Seit 1907 Direktor des Konservatoriums in Stuttgart, Schüler Reineckes, Jadassohns und Pfitzners, Komponist.
Nachlass noch nicht verzeichnet.

Schüz, Alfred (1845-1916)
Pfarrer, Musikschriftsteller und Komponist. Geboren am 1. Juli 1845 in Tübingen, gestorben am 23. März 1916 in Stuttgart-Cannstatt.
Musikalischer Nachlass, Geschenk 1917.
Signatur: Cod. mus. II fol 94

Schuncke, (August) Adolf (1820-1881)
Er schrieb mit 19 Jahren eine virtuose "Fantasie pour le Violoncello avec Piano" über Themen von Bellinis "Norma". Über Bern und später Straßburg kam Adolf nach Genf, "wo er als "Professeur de Musique" am Konservatorium lehrte.
Musikalischer Nachlass als Geschenk im Jahr 1919.
Signatur: Cod. mus. II fol. 102
Weitere Kompositionen: Schuncke-Archiv, seit 2022 im Bestand der Württembergischen Landesbibliothek, Signatur: NL mus. 100 (Bestandsübersicht)

Schuncke, Carl (1801-1839)
Pianist und Komponist, Selbstmord in Paris infolge Sprachverlust.
Musikalischer Nachlass als Geschenk im Jahr 1919.
Signatur: Cod. mus. II fol. 102
Weitere Kompositionen: Schuncke-Archiv, seit 2022 im Bestand der Württembergischen Landesbibliothek, Signatur: NL mus. 100 (Bestandsübersicht)

Schuncke, Emilie (1818-1888)
Pianistin in Stuttgart, hielt sich lange auf Konzertreisen in England und Frankreich auf, wo sie auch als Erzieherin wirkte. Ihre Verbindung zu Clara Schumann ermöglichte es später ihrer Nichte Emma, gern gesehener Gast in deren Frankfurter Wohnung zu sein.
Musikalischer Nachlass als Geschenk im Jahr 1919.
Signatur: Cod. mus. II fol. 102
Weitere Kompositionen: Schuncke-Archiv, seit 2022 im Bestand der Württembergischen Landesbibliothek, Signatur: NL mus. 100 (Bestandsübersicht)

Schuncke (Schunke), Henriette (1837-1919)
Verbrachte ihre jüngeren Jahre als Erzieherin und Klavierpädagogin in England und Frankreich. Später zog sie zu ihrem Bruder Hugo nach Stuttgart, wo sie als Klavierpädagogin und Komponistin bekannt war.
Musikalischer Nachlass als Geschenk im Jahr 1919.
Signatur: Cod. mus. II fol. 102
Weitere Kompositionen: Schuncke-Archiv, seit 2022 im Bestand der Württembergischen Landesbibliothek, Signatur: NL mus. 100 (Bestandsübersicht)

Schuncke, Hugo (1823-1909)
Königlicher Hofviolinist, Kammermusiker und Komponist in Stuttgart, zeichnete sich bereits mit 17 Jahren durch "ein eminentes musikalisches Talent" aus, so dass ihn Schilling schon 1840 in sein Musiklexikon aufnahm. Er hinterließ eine größere Anzahl von Kompositionen.
Musikalischer Nachlass als Geschenk im Jahr 1919.
Signatur: Cod. mus. II fol. 101
Weitere Kompositionen: Schuncke-Archiv, seit 2022 im Bestand der Württembergischen Landesbibliothek, Signatur: NL mus. 100 (Bestandsübersicht)
Literatur: Christoph J. Wagner: ... ein eminentes musikalisches Talent - Hugo Schuncke. 1823 - 1909. Studien zu Leben, Werk und Umfeld eines vergessenen Musikers. Ein Beitrag zur Musikgeschichtsforschung des 19. Jahrhunderts. Hamburg, 1998. [Biografie und Nachlassverzeichnis]

Schuncke (Schunke), Ludwig (1810-1834)
Er ist der bekannteste Angehörige der Musikerfamilie Schuncke. Bereits im 10. Lebensjahre wurde er als Pianist bei seinen ersten Auftritten gefeiert. Mit Vater Gottfried und auch mit dem Bruder Ernst unternahm er Konzertreisen, u.a. nach Paris und Wien, die ihren Ruhm festigten. Nach Aufenthalten in Paris, wo er bei Anton Reicha Kontrapunkt studierte, und in Augsburg und Wien kam er Ende 1833 nach Leipzig. Er wurde rasch Robert Schumanns engster Jugendfreund und in seinem Todesjahr 1834 zum Mitbegründer der "Neuen Zeitschrift für Musik", der ältesten noch heute bestehenden Musikzeitschrift. Als Dank für die Zueignung seiner "Grande Sonate" op. 3 ("dédiée à son ami R. Schumann"), seines bedeutendsten Klavierwerkes, widmete ihm Schumann wenige Monate später, im Mai 1834, seine hochvirtuose "Toccata" op. 7 ("dédiée à son ami Louis Schuncke"). "Das war ein Mensch, ein Künstler, ein Freund sonder Gleichen", schrieb Robert Schumann nach dem frühen Tode Ludwig Schunckes - er starb noch nicht 24jährig an Lungentuberkulose.
Musikalischer Nachlass als Geschenk im Jahr 1919.
Signatur: Cod. mus. II fol. 102
Weitere Kompositionen: Schuncke-Archiv, seit 2022 im Bestand der Württembergischen Landesbibliothek, Signatur: NL mus. 100 (Bestandsübersicht)

Sendensky, Ferdinand (1909-2001)
Musikalien, noch nicht verzeichnet.

Seifriz, Max (1827-1885)
Komponist und Dirigent, geboren 1827 zu Rottweil, gestorben 1885 als Musikdirektor zu Stuttgart.
Musikalischer und brieflicher Nachlass bis auf wenige Lücken vollständig. Erworben im Dezember 1907.
Signatur: Cod. mus. II fol. 64
Weiteres Material: HB XVII 588-593, 764.
Literatur: Clytus Gottwald: "Herr Seifriz hält mit dem Jahrhundert Schritt" - Max Seifriz - Ein Dirigent der neudeutschen Schule, in: Musik in Baden-Württemberg 10 (2003), S. 211-228. [Biographie und Nachlassverzeichnis]<p>

Siegele, Willi (Halm betreffend) s. Halm, August Otto

V

Van Buren, John (1952-2022)
Niederländischer Komponist und Dirigent, studierte an der Stuttgarter Musikhochschule, gest. in Stuttgart.
Musikalischer Nachlass, noch nicht erschlossen.
Signatur: NL mus. 102

W

Weber, Eberhard (1940-)
Jazz-Bassist und Komponist, geb. in Stuttgart-Hedelfingen
Kompositorischer Vorlass, noch nicht verzeichnet.
Signatur: NL mus. 103

Wirsching, Gustav (1895-1961)
Seit 1921 an verschiedenen Schulen in Stuttgart als Musikerzieher tätig. Er reiste mit sechs Freunden nach Italien, dort lebten sie als Wandermusikanten. Wirschings Lebenswerk war die "Lehrergilde" und der "Singkreis". Seit 1923 an der Falkert-Schule tätig, nach 1945 am Pädagogischen Institut in Stuttgart. Wirsching ist eine zentrale Figur der musikalischen Jugenbewegung in Württemberg.
Nachlass als Geschenk im Jahr 1995, noch nicht verzeichnet.

Württemberg, Eugen Herzog von (1788-1857)
Der älteste Sohn von Herzog Friedrich Eugen von Württemberg und Neffe von König Friedrich I. war mit Carl Maria von Weber bekannt, der 1806-07 Musikintendant des Vaters war. Er komponierte neben vielen Liedern einige Opern, von denen "Die Geisterbraut" eine gewisse Berühmtheit erlangte.
Der Nachlass ist in fünf Konvolute geordnet (a-e). Es handelt sich jedoch nicht um Autographen sondern um Abschriften eines Kopisten, die um 1850 vorgenommen wurden.
Signatur: HB XVII 873

Z

Zumsteeg, Emilie (1796-1857)
Das musikalische Wirken Emilie Zumsteegs, Tochter des Konzertmeisters am württembergischen Hof, Johann Rudolph Zumsteeg, einem Freund F. Schillers, war von großer Bedeutung für das Stuttgarter Musikleben. Sie wirkte nicht nur als Lehrerin, sondern ebenso als Chorleiterin, Pianistin, Musikschriftstellerin ("Musikalisches Volksblatt") und natürlich als Komponistin. Für ihr musikalisches Schaffen wurde sie 1841 vom württembergischen König mit einem jährlichen Gehalt belohnt.
Musikalischer Nachlass erworben 1968.
Signatur: Cod. mus. II fol. 305
Weitere Kompositionen: Cod. mus. II fol. 91, 300 und Briefe: Cod. hist. qt. 710 Kaps.
Literatur: Martina Rebmann: "Wie Deine Kunst, so edel war Dein Leben". Ein Werkverzeichnis der Stuttgarter Komponistin Emilie Zumsteeg, in: Musik in Baden-Württemberg 2 (1995), S. 51-74. [Werk- und Bestandsverzeichnis]
Weitere Informationen s. Musik und Gender im Internet

Zumsteeg, Johann Rudolph (1760-1802)
Er war Sohn eines Kammerdieners am Stuttgarter Hof und wurde daher 1770 in die Karlsschule aufgenommen, in der er sich mit Friedrich Schiller anfreundete. Als Violoncellist ausgebildet und in der Hofkapelle tätig, wurde er 1791 Leiter der deutschen Oper am Hoftheater als Nachfolger Schubarts. Zumsteeg war vor allem bahnbrechend als Balladenkomponist. Großen Einfluß übte sein dramatischer Darstellungsstil auf den jungen Franz Schubert aus. Schuberts Freunde bezeugten, mit welcher Begeisterung dieser die Lieder Zumsteegs aufgenommen hatte, die ihm zum Vorbild für sein eigenes kompositorisches Schaffen wurden.
Musikalischer Nachlass erworben 1968.
Signatur: Cod. mus. II fol. 305.
Weiteres Material: HB XVII 692-698, 868, 893 sowie Cod. mus. II fol. 9-20, 50-52, 295 Kaps., 296 Kaps.
Literatur: Reiner Nägele (Hrsg.): Johann Rudolph Zumsteeg (1760-1802) - der andere Mozart? Begleitbuch zu einer Ausstellung in der Württembergischen Landesbibliothek Stuttgart...., Stuttgart, 2002. [mit einem Verzeichnis des Nachlasses]


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