Petrus de Stoop
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Petrus de Stoop (1881-1917), belgischer Zwangsarbeiter aus Gent. Interniert in Frankreich von Dezember 1916 bis zu seinem Tod im Juni 1917.

Petrus Joseph de Stoop wurde 1881 in Sint-Eloois-Vijve in Belgien geboren. Zu Beginn des Ersten Weltkriegs lebte er in Gent und arbeitete dort als Fleischer. Im Dezember 1916 wurde er von den deutschen Besatzern als Zwangsarbeiter verpflichtet und nach Frankreich zum Zivilarbeiter-Bataillon 30 (Z.A.B. 30) deportiert. Seine Aufzeichnungen aus der Gefangenschaft enden am 17. Juni. Laut der deutschen Sterbeurkunde starb de Stoop wenige Tage später am 23. Juni 1917 an einer Nierenentzündung. Seine letzte Ruhestätte befindet sich heute in Sedan.[1]
Das Tagebuch befand sich im Nachlass von Herman Anders Krüger, Kommandant mehrerer Kriegsgefangenenlager in Frankreich während des Ersten Weltkriegs. Das Lager in dem de Stoop interniert wurde, unterstand vermutlich Krüger.
Elektronische Reproduktion des Tagebuchs samt handschriftlicher deutscher Übersetzung: http://digital.wlb-stuttgart.de/purl/kxp188974879X
Deutsche Übersetzung (unbekannter Verfasser, PDF)
Das Original-Tagebuch befindet sich unter der Archivsignatur N23.3 in der Lebensdokumentensammlung der Bibliothek für Zeitgeschichte / Württembergische Landesbibliothek und kann im Sonderlesesaal eingesehen werden. Kontakt: bfz@wlb-stuttgart.de
Literatur & Links
- Thiel, Jens: Menschenbassin Belgien. Anwerbung, Deportation und Zwangsarbeit im Ersten Weltkrieg. Essen: Klartext, 2007.
- Wegner, Larissa: Occupatio Bellica. Die deutsche Armee in Nordfrankreich 1914-1918. Göttingen: Wallstein, 2023.
Einzelnachweise
- ↑ Foto der Grabstätte von Petrus de Stoop auf dem Friedhof Saint-Charles de Sedan: https://www.1914-1918.be/photo.php?image=photos3/cimetiere_sedan/109_cimetiere_sedan.jpg (Stand: 31.07.2024)