Homburger Folioheft. Diachrone Darstellung

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Hölderlin-Archiv / Digitale Sammlungen


Hölderlins Homburger Folioheft gilt als die wichtigste Sammelhandschrift im Spätwerk des Dichters. Die Württembergische Landesbibliothek verwahrt es seit 1975 als Depositum der Stadt Bad Homburg vor der Höhe. Die Abteilung Friedrich Hölderlin, Homburger Folioheft. Diachrone Dar­stel­lung [1] ist ein Werkzeug zur genetischen Erschließung des Dokuments.

Das von der A und A Kulturstiftung, Köln, ermöglichte Projekt rekonstruiert für jede Seite versuchsweise die Phasen der Beschrif­tung und zeigt sie separat. Grundlage sind die Aufnahmen der Württember­gischen Landesbibliothek, die auch unbearbeitet zu sehen sind. Zur Visuali­sierung der unterscheidbaren Arbeitsphasen werden die jeweiligen Schriftzüge farblich hervorgehoben. Auf diese Weise kann der Leser die Beschriftung der Seite Schritt für Schritt mitverfolgen. Jede Arbeitsphase lässt sich aber auch einzeln anzeigen und in beliebiger Kombination mit anderen. So kann der Benutzer selbst mit verschiedenen Eintragsfolgen experimentieren. Zu jedem Zustand steht eine diplomatische Umschrift zur Verfügung. Die Website be­schränkt sich auf Bildbearbeitung, es wird keinerlei Textkodierung vorgenom­men.

Zusätzlich zu diesem Kern der Plattform, der Abteilung "Handschrift", verweist die Abteilung "Editionen" zu jeder Seite des Homburger Foliohefts auf die Edition des Inhalts in der Großen Stuttgarter Ausgabe Stuttgarter Ausgabe, der Frankfurter Ausgabe und der von Michael Knaupp herausgegebenen Münchener Hölderlin-Ausgabe. In der Abteilung "Register" ermöglicht ein alphabetisches Verzeichnis der Titel bezie­hungs­weise Textanfänge in den genannten Ausgaben umgekehrt das Auffinden der gedruckten Gedichte in der Handschrift.