Ludwig Schwabe

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Bibliothek für Zeitgeschichte / Themenportal Erster Weltkrieg / Tagebücher


Ludwig Schwabe (geb. 1895) aus Vaihingen an der Enz, Soldat und später Offizier in einer Sanitäts-Kraftwagen-Kolonne.


Ludwig Schwabe stammte aus Vaihingen an der Enz und trat bei Kriegsbeginn freiwillig in das Infanterie-Regiment „Alt-Württemberg“ (3. Württembergisches) Nr. 121 ein.[1] Bei dem 178 Seiten starken handschriftlichen Notizbuch handelt es sich um ein nach dem Kriege angefertigtes Erinnerungswerk. Die detailreichen Schilderungen lassen vermuten, dass Schwabe während seiner Dienstzeit Tagebuch führte und diese Aufzeichnungen als Grundlage nutzte.

Das Original-Manuskript befindet sich unter der Archivsignatur N23.6 in der Lebensdokumentensammlung der Bibliothek für Zeitgeschichte / Württembergische Landesbibliothek und kann im Sonderlesesaal eingesehen werden. Kontakt: bfz@wlb-stuttgart.de

Eine digitale Reproduktion ist frei zugänglich in den digitalen Sammlungen der Württembergischen Landdesbibliothek zu finden: http://digital.wlb-stuttgart.de/purl/kxp1850913781


Das Exlibris in Ludwig Schwabes Kriegserinnerungen

Allgemeine Informationen

In seinen "Kriegserlebnissen" finden sich ausführliche Berichte u.a. zu folgenden Einsätzen an der Westfront (die Bezeichnungen sind aus dem Manuskript übernommen):

  • 1914: Argonnen, Flandern [S. 1-38]
  • Die Kämpfe zwischen Maas und Mosel [ab S. 46]
  • In Bois d’Ailly [S. 62-65]
  • An der Combreshöhe [25.04.-11.05.1915, S. 65-72]
  • Die Kämpfe bei Les Éparges [21.06.-11.07.1915, S. 73-93]
  • Die Angriffsschlacht bei Verdun [Februar 1916-25.05.16, S. 93-119]
  • Die Schlacht an der Somme 1916 [ab Juli 1916, S. 120-161]
  • Schlacht bei Arras / Verlegung zur Bayer. San.-Krftw.-Abtlg. 6 [Mai 1917, S. 161-168]

Von September 1917 bis August 1918 gibt es keine Einträge, da Schwabe in dieser Zeit mehrere Lazarettaufenthalte wegen "nervöser Erschöpfung" hatte. Zuletzt war Schwabe Leutnant d.R. und Führer einer Sanitäts-Kraftwagen-Kolonne in der 51. bayerischen Reserve-Division. Im Herbst 1918 wird er nochmal im Elsass eingesetzt. Zuletzt finden sich noch Aufzeichnungen über den Generalstreik in Stuttgart im März 1919 [S. 173] und die Niederschlagung eines Arbeiteraufstandes in Heidenheim im Juni 1920 [S. 175] in Schwabes Kriegserinnerungen.

Aufenthaltsorte

  • 08/1914 Vaihingen, Ludwigsburg
  • 09-12/1914 Frankreich: Argonnen, Belgien: Flandern
  • 12/1914-03/1915 Ludwigsburg, Untertürkheim
  • 03-06/1915 Metz, Maas, Mosel, Pagny-sur-Moselle, Villers sous Prény, Vandières, Bois d’Ailly, Combreshöhe
  • 06-10/1915 Les Éparges, St. Maurice, Avillers, Hattonville, Vigneulles, Priesterwald
  • 10/1915 Bois Gérard
  • 12/1915 Viéville en Haye
  • 02-06/1916 Verdun, Braquis, Saint-Jean-lès-Buzy
  • 07-11/1916 Somme, Chléry sur Somme, Bouchavesnes
  • 05/1917 Arras, Donai, Douai, Pecquencourt
  • 09/1918 Elsass
  • 03/1919 Stuttgart
  • 06/1920 Heidenheim (Brenz)


Einzelnachweise

  1. Kriegsstammrolle des Infanterie-Regiments Nr. 121 (11. Kompanie) mit Schwabes Eintrag (elektronische Reproduktion, HStA BW, Signatur des Originals: M 461 Bd. 35, Bild 143). Link: http://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=1-991950-143 (Stand: 13.03.2024).